Rezension – Isaak MCD – Black

13 Sep Rezension – Isaak MCD – Black

Neues von unseren Freunden JANUS- und zwar in Form der ersten MCD mit dem Titel Isaak. Dass Isaak als erste Auskopplung das Licht der Discothekenscheinwerfer erblicken soll, war für mich schon klar, als RIG mir vor einiger Zeit ein Premaster des Liedes zusandte, denn Isaak ist mit Abstand das eingängigste JANUS-Lied überhaupt.

Isaak in der MCD-Version beinhaltet fünf Lieder, von denen lediglich der Titeltrack doppelt vertreten ist; und zwar im Single Edit und im Remix von DAS ICH- mit denen man wohl auch bald auf Tour gehen soll. Wie das bei Edits nun einmal so ist, gestaltet sich eine solche Version eben schneller und so rennen uns JANUS fast davon. Isaak in der Singleversion muss einfach die Tanzflächen füllen, wenn nicht, dann kann ich nur noch sagen: armer deutscher Underground!

Der Remix von DAS ICH weicht nicht einmal allzu sehr vom Original ab, wird allerdings noch durch coole Trip-Hop-Sounds ergänzt und bringt mich auf die Idee, dass ich meine Meinung über die Pampersträger aus Bayreuth doch ein wenig revidieren könnte. Zum Schluss bekommt man dann noch Klavierklänge zu hören und RIG hat es sich nicht nehmen lassen, den Gesang noch einmal anders, ruhiger halt, einzusingen.

Schon auf der Promo-CD zu Vater gab es das Knochenhaus zu hören. Allerdings nicht in einer derart jazzig, triphoppigen Version, die vor meinen Augen eine verrauchte Kneipe irgendwo im Pazifikgebiet erscheinen läßt und sich eine knapp bekleidete Dame vor mir und meinem Whiskey räkelt. Entschuldigt, manchmal habe ich eben solche Phantasien. JANUS haben eine solche Wirkung auf mich. Hey, was macht der Fibag denn im Hawaiihemd da? Jetzt reicht es aber wirklich!

Absolutes Highlight auf dieser MCD ist das ebenfalls auf der Promo-CD enthaltene Kafka, das hier noch Der Tag, an dem ich Kafka traf hieß. In dieser Version gestaltet sich das Treffen mit Kafka sehr poppig und mit überarbeitetem, sehnsuchtsvollem Gesang, Oboe, Cello und Congas- die gerade zum Ende des Liedes eine derart traurige Atmosphäre schaffen und so den Hörer zu einem melancholischen Gang über die Karlsbrücke einladen. Ich liebe das Lied!

Als Bonustrack, und somit ohne erklärende Bookletseite- leider; aber einmal mehr genial- ist noch das für JANUS untypisch kurze Wolken über Orgonon. Wie auch Kafka ist auch dieses Lied sehr poppig ausgefallen und entbehrt ebenso nicht einer gewissen Melancholie.

Mit Sicherheit ist dieser Release der bisher ungewöhnlichste für JANUS, dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, sollte man diese 20 wundervollen Minuten zu seinem Besitz zählen.

Ich bin schon gespannt auf die neue Version von Schlafende Hunde- und das solltet ihr auch! Deutschlands musikalische Zukunft liegt in JANUS? Händen! Jetzt brauchen die Jungs nur noch ein Video!

In tiefer Verbeugung:
R*NE

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