Live Review – Castle Rock – Van Goth

25 Jun Live Review – Castle Rock – Van Goth

Nun stand jedoch der Auftritt bevor, dem die meisten Castle Rock-Besucher in diesem Jahr entgegen gefiebert zu haben schienen. JANUS, benannt nach dem römischen Gott der Türen und des Anfangs spielten bereits 2001 beim Castle Rock. Damals wohl noch eher ein Insidertipp haben sie sich zu einer der innovativsten Bands der Szene gemausert. Mit Recht wie ich finde!

Es gibt wahrlich nicht viele Bands, die eine derart große stilistische Bandbreite abdecken. Vielfältige Stilelemente von Electro über Wave, Metal, Ethno bis hin zur Klassik fließen hier zusammen.

Hinzu kommen die stets betroffen machenden Texte der Band. Klug, ernsthaft, zum Nachdenken anregend und dann auch noch auf deutsch verfasst, das schafft nun wirklich nicht jede Band. Und natürlich die unverkennbare Stimme RIGs. Mal zerbrechlich, zart, beinahe flüsternd wie z.B. bei Neunundachtzig, dann wieder kraftvoll, hart, beinahe drohend wie bei Ich will seinen Kopf.

Auf jeden Fall jedoch stets glaubwürdig und vermutlich war es das, was die Zuschauer sofort in ihren Bann zog.  Musikalisch webten JANUS einen dichten Soundteppich der sich zwischen Neuer Deutscher Härte und dunkel melancholischem Gothic bewegte, bei einem Song unterstützt von Chambers Katharina Kranich am Cello.  Neuere Songs des aktuellen Albums Auferstehung kamen hierbei genauso zu Gehör wie bereits ältere Songs der Band.

Umjubelt und mitgesungen wurde jeder ihrer Songs, egal ob Paulas Spiel oder Saitenspiel. Gesangliche Unterstützung fand RIG in einer bezaubernden Sängerin, die trotz Mikrofonausfalls zu begeistern wusste. Kein Wunder also, dass die Zugaberufe nicht abebben wollten.

Van Goth

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