Live Review – Castle Rock 2005 – doomster

25 Jun Live Review – Castle Rock 2005 – doomster

JANUS, deren diesjähriger Auftritt nicht ihr erster auf dem CASTLE ROCK war, wurden im Anschluss mit lautem Jubel begrüsst und ließen es dann auch richtig krachen. Trockene, moderne Riffs, die man wohl am ehesten der Neuen Deutschen Härte zuordnen kann, trafen auf rockende Drums und abgefahrene Elektro-Sounds von Tobias Hahn, die er seinem äußerst stylishen Powerbook entlockte, auf dem er offenbar einen Software-Synthesizer betrieb.

Doch JANUS waren nicht nur laut und lärmend. Vielmehr verstanden es die Musiker, mit den Kontrasten zu spielen und eine äußerst abwechslungsreiche, in ihrer Grundstimmung ziemlich düstere Mischung zu kreieren. So machten sie sehr stark von Laut/Leise-Dynamik Gebrauch, Tobias Hahn tauschte immer wieder die Elektro-Sounds gegen einfühlsame Piano-Klänge aus, und Frontmann RIG wechselte gekonnt zwischen aggressivem, kraftvollem Gesang, Sprech- und normalem Gesang, trug die seltsamen deutschsprachigen Texte, mit denen man ein bisschen auf den Spuren von LETZTE INSTANZ wandelte, aber stets mit Leidenschaft vor und brachte jede Menge Emotionen rüber.

Unterstützt wurde RIG bei einigen Songs von Diana Nagel, mit der er sich einige fesselnde Duette lieferte. Besonders überzeugen konnte die Band insbesondere die anwesende Metaller-Schar mit dem harten „Neuroleptika“, welches als Zugabe den Set beendete, sowie mit dem neuen Stück „Grabenkrieg“, welches dazu einen Kontrast bildete, wie er größer kaum sein kann. Das ruhige Stück stimmte nicht nur aufgrund des beklemmenden Textes, sondern auch aufgrund der traurigen Cello-Melodien der CHAMBER-Musikerin Katharina nachdenklich und gehörte wohl zu den intensivsten Momenten des Festivals.

Starker Auftritt!

doomster

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