Live Review – Castle Rock 2005 – Nocturnal Hall

25 Jun Live Review – Castle Rock 2005 – Nocturnal Hall

Die so gewonnene Zeit wussten JANUS trefflich zu nutzen, nicht nur, weil sie als erste Band eine Zugabe geben durften (und mussten), sondern weil so sogar noch für ein (neues) Stück mehr im Set Platz war.

Die harten Auftritte der extrem sympathischen Hessen (nebst Anhang) sind ja inzwischen positiv berüchtigt, und auch in Mühlheim rockte die Band um RIG und Tobi (zu der heuer auch die Sängerin Diana Nagel gehörte) wirklich wieder einmal alles in Grund und Boden.

Wie üblich wurden dabei fast alle dargeboten Stücke gründlichst umarrangiert, wobei man diesmal meistens Wert darauf legte, möglichst viel krachige Gitarren unterzubringen und das Ganze teilweise mit harschen Electro-Patterns zu unterlegen. Mission geglückt, kann man da nur sagen! Denn Tracks wie Verflucht, Ich will seinen Kopf, das wieder ausgegrabene Saitenspiel, Mein krankes Herz oder das beinharte, als Abschluss gespielte, neue Stück Neuroleptika rockten das Haus höchst energisch.

Auffällig war, neben dem hohen Energie-Level der gesamten Band, der Grimassen-Wettbewerb zwischen Sänger Rig und Gitarrist Oliver, den letzterer allerdings klar für sich entschied. Zwischendrin gab es mit dem sehr intensiven Grabenkrieg (ebenfalls neu) und Kafka einen kurzen Moment der Besinnung, bevor man es dann wieder ordentlich krachen ließ.

Dass das Leben nicht immer so bierernst ist, bewies RIG zwischendurch mit seinen Ansagen (große Lacher erntete z.B. die Bandvorstellung: Hallo, wir sind L’Ame Immortelle und spielen jetzt Bitterkeit …), so dass JANUS nach dieser starken Leistung verdienter Maßen mit langanhaltendem Applaus bedacht wurden.

Calani für Nocturnal Hall

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