Rezension – Vater Demo – Intro

13 Sep Rezension – Vater Demo – Intro

Die Begräbnisgeräusche am Anfang sind vielleicht etwas zu Klischee-beladen, aber irgendwie passt der Grufti-/Dark Wave-Stempel auch nicht so recht, die manchmal doch ungewöhnliche Art des Arrangements und der Instrumentierung (Streicher, Sitar, Didgeridoo, Darbuka, Oud usw.) sprechen dagegen.

JANUS sind Tobias Hahn (Programming) und RIG (Gesang), begleitet von einer ganzen Schar von Gastmusikern, allen voran Patricia Schwan, deren Stimme schon auf dem ersten, noch namenlosen Demo zu begeistern wusste.

Psychodelisch, lyrisch, mittelalterlich, dann doch wieder groovend, plötzlich stressig industrial-like, Dunkles im Hintergrund erahnen lassend. DEINE LAKAIEN-Anklänge kommen auf und werden mit dem nächsten Stück wieder weggespült. Beeindruckend das 10-minütige Der Flüsterer im Dunkeln. Familiendramen werden durchlitten- theatralisch, doch nicht verlogen.

Insgesamt nicht ganz so überzeugend wie das wesentlich homogenere erste Demo, doch immer noch eine schöne Zuhörplatte für lange Winterabende. Dickes Extralob für das wirklich aufwendige Artwork.

Daniel Beskos

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