Rezension – Hundstage – Legacy

13 Sep Rezension – Hundstage – Legacy

Nach dem mit Abstand genialsten und einzigartigsten Album des letzten Jahres, Schlafende Hunde, legen Toby und RIG, die beiden Wahnsinnigen hinter JANUS, diese passend und nett betitelte EP nach, deren Artwork wiederum von Oliver Schlemmer gestaltet wurde.

Bezeichnenderweise hat Toby, selbst nachdem er die erste Version bei Trisol abgeliefert hatte, nochmal Passagen bearbeitet und verändert, die typische JANUS-Detailversessenheit, die fast schon an manische Akribie grenzt.

Neben dem bereits auf dem Demoversion von Schlafende Hunde enthaltenen Stück Bruderkuss, das hier in einer doomigeren Version seiner Schöpfer selbst sowie einem Remix enthalten ist, den man bereits nach drei Sekunden als L’ame immortelle-Mix identifizieren kann, gibt es mit dem hektischen, von einem treibenden Beat gepeitschten Kopf in Flammen sowie der Psycho-Ballade Tag für Tag noch zwei neue Stücke.

Zusätzlich darf man sich auch noch an einer von JANUS selbst remixen Version von Hotel Eden erfreuen, die allerdings dem nachfolgenden NoyceTM-Remix nicht das Wasser reichen kann: Psychodance ist angesagt! Dem Fass den Boden schlägt allerdings Veronica im Architect-Remix aus, wem dieser Name nichts sagen sollte: dahinter verbirgt sich Daniel Myer alias Haujobb. Das Wort Remix ist eigentlich ein Witz für das Produkt von Myers Arbeit eine eigenständige, kranke, elektronische Interpretation an der Grenze zum ambienten Industrial, verziert von fliegenden Satzfetzen- abgefahren!

Nicht so essentiell wie Schlafende Hunde, aber das wird wohl auf die nächste Million Alben auch zutreffen.

MG

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