LIVE REVIEW – CASTLE ROCK 2016 – MONKEY PRESS

02 Jul LIVE REVIEW – CASTLE ROCK 2016 – MONKEY PRESS

Die nächste Band stellt eine große Ausnahme dar. Ihre Musik ist eigenwillig und derb, dabei sehr harmonisch und direkt. Sie treten sehr selten live auf und das sie hier auf dem Castle Rock ein Stelldichein gegeben haben, lockte Fans von ziemlich weit weg an. Die Rede ist von JANUS. Rockig mit düsteren Texten, denen man unbedingt Gehör schenken muss, wenn man die ganze inhaltliche Tragweite der Songs begreifen will. Anders, total anders, aber sehr interessant. Dirk Riegert hat eine ungeheuer intensive Stimme, die sowohl die leisen, als auch die lauten Töne locker beherrscht, zudem war es faszinierend zu sehen, wie sehr er selbst in der Musik aufgeht und sie geradezu mit seiner Mimik verkörperte. Neben ihm entlockt aber auch die Band ihren Instrumenten (u.a. Geige, Querflöte, Keyboard, Gitarren und Klarinette) ausschweifende, fast experimentelle Töne. Der Auftritt wird von Jubel und Klatschen begleitet und egal ob Hotel Eden, Was uns zerbricht oder Isaak gespielt wird, viele Fans hängen geradezu an den Lippen von Sänger RIG. Wer jetzt aber denkt, JANUS wäre nur bierernst, dem sei noch die Biene Maja aus dem Soundcheck genannt oder die kurze Erklärung „man sei eigentlich nur Blutengel in Verkleidung“. Das erste Mal auf dem diesjährigen Castle Rock sind Zugabe-Rufe zu hören.

Melanie Gmerek

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