Rezension – Schlafende Hunde – Zillo

13 Sep Rezension – Schlafende Hunde – Zillo

Achtung: Keine Tanzmusik, sondern Metal-Electro-Blues-Klassik-Saftpowerrock-Crossover! Achtung: Anspruch, nicht bloß die Reimmaschine angeschmissen! Achtung: Bei falscher mentaler Einstellung Kopfschmerz! Aber auch: Die Chance, mittels eines Albums ein neues, fantastisches JANUS-Abenteuer zu erleben!

Die Band um Sänger RIG und Arrangeur Tobias legt nach längerer Schaffenspause und Labelwechsel mit Schlafende Hunde ihr zweites Album vor. Liebevoll und perfekt gestrickt, überzeugend im Konzept und unkonventionell wie schon lange nicht mehr! Die beiden erzählen uns die Geschichte einer mörderischen Dreiecksbeziehung zwei ungleiche Brüder lieben dieselbe Frau. Mord, Wahnsinn und Halluzinationen, extreme Eifersucht, Neid und Kaltblütigkeit, Verzweiflung und Sehnsucht sind die Zutaten dieses perfekt inszenierten, deutschsprachigen Musikdramas.

Die Details der Geschichte sind aufgrund der heftigen Komplexität und der zahlreichen Ideen in einer kurzen Rezension wie dieser leider nicht wiederzugeben; allein der Versuch muss unter dieser Bedingung voll in die Hose gehen.JANUS lassen sich nur als Gesamtkunstwerk verstehen: das Album, ihre Internetseite sowie ihr unglaublich liebevolles, graphisch höchst anspruchsvolles Artwork sind nur wenige Teile davon.

Dieses Album ist jedenfalls für alle ein Pflichtkauf, die bereit sind und Lust haben, jenseits der gängigen Indipendent-Veröffentlichungen ein Ohr zu riskieren.

Jochen Müter

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